Sri Lanka – die Perle im Indischen Ozean
Sri Lanka wird nicht umsonst die Perle im Indischen Ozean genannt. Für mich war es ein Land, das unglaublich viel Vielfalt auf relativ kleinem Raum bietet. Auf der einen Seite hast du kilometerlange Sandstrände, auf der anderen Seite grüne Teeplantagen, alte Tempelanlagen und Nationalparks, in denen du Elefanten und sogar Leoparden sehen kannst.
Berühmt ist Sri Lanka natürlich für seinen Ceylon-Tee, aber auch die Gastfreundschaft der Menschen und das leckere Essen bleiben dir im Gedächtnis. Reis und Curry bekommst du an jeder Ecke, und die Streetfood-Stände sind ein Erlebnis für sich.
Was mir besonders gefallen hat: egal ob du surfen, wandern, Tiere beobachten oder einfach Kultur erleben möchtest – in Sri Lanka ist alles möglich. Es ist ein Land, in dem du bei jeder Reise wieder etwas Neues entdeckst und das dich mit seiner Vielfalt einfach umhaut.
Inhaltsverzeichnis:
- Sri Lanka – die Perle im Indischen Ozean
- Allgemeines
- Beste Reisezeit
- Geld abheben und bezahlen in Sri Lanka
- Transportmittel
- Tuk Tuk in Sri Lanka mieten
- Wie sicher ist Sri Lanka
- Colombo/Negombo
- Anuradhapura
- Mihintale und Anuradhapura
- Sigiriya und Pidurangala
- Kandy
- Zugstrecke von Kandy nach Ella
- Ella
- Yala Nationalpark
- Tangalle
- Matara
- Mirissa Beach
- Weligama
- Galle
- Hikkaduwa
- Mein Fazit
- Mein Ranking
Allgemeines zu Sri Lanka
Einreise:
Für alle drei Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz) gelten grundsätzlich die gleichen Regeln:
- Du brauchst ein ETA (Electronic Travel Authorization), das du online beantragst.
- Das ETA ist 30 Tage gültig und kann vor Ort auf bis zu 90 oder 180 Tage verlängert werden.
- Dein Reisepass muss bei Einreise mindestens 6 Monate gültig sein.
Der einzige kleine Unterschied liegt in der Gebühr des ETA.
- Für deutsche Staatsbürger beträgt die Gebühr aktuell 50 US-Dollar.
- Für österreichische und schweizerische Staatsbürger liegt sie bei 35 US-Dollar.
Einreise Sri Lanka (Stand 18. Januar 2026)
Für deutsche, österreichische und schweizerische Staatsbürger gelten grundsätzlich die gleichen Einreisebestimmungen:
Du benötigst eine elektronische Reisegenehmigung (ETA), die du vor der Einreise online beantragst. Seit dem 15. Oktober 2025 ist das ETA für alle Touristen verpflichtend vorab zu beantragen; ein Visum am Flughafen („on arrival“) ist nicht mehr automatisch möglich. 
Das ETA gilt in der Regel zunächst für 30 Tage ab Einreise und erlaubt normalerweise eine doppelte Einreise. 
Du kannst deinen Aufenthalt vor Ort verlängern, wobei offiziell auch eine Aufenthaltsdauer von bis zu maximal 6 Monaten möglich ist, wenn die Verlängerungen genehmigt werden. 
Dein Reisepass muss bei der Einreise mindestens 6 Monate gültig sein. 
Gebühren ETA
Die Gebühr für das Touristen-ETA beträgt in der Regel ca. 50 US-Dollar für die meisten Staatsangehörigen, unabhängig davon, ob du deutscher, österreichischer oder schweizerischer Staatsbürger bist. 
Es gibt derzeit Bestrebungen, die ETA-Gebühren für viele Länder im Jahr 2026 abzuschaffen oder zu reduzieren. Diese Neuregelung stand zur Diskussion und könnte kommen, ist aber zum 18.01.2026 noch nicht flächendeckend umgesetzt. 
Empfehlung: Prüfe immer vor der Beantragung die tagesaktuellen Informationen auf der offiziellen ETA-Website von Sri Lanka, da sich Regelungen und Gebühren kurzfristig ändern können.
Sim-Karten und Internet:
Direkt am Flughafen findest du Schalter der großen Anbieter wie Dialog oder Mobitel. Dort kannst du dir unkompliziert eine Prepaid-SIM-Karte mit ausreichend Datenvolumen kaufen. Das Netz ist in Sri Lanka sehr gut ausgebaut – selbst an vielen Stränden oder in abgelegenen Orten hast du meist schnelles Internet.
Alternativ kannst du dir schon vor der Reise eine eSIM auf dein Handy laden. Anbieter wie Airalo, Saily oder Nomad bieten verschiedene Datenpakete an, die du bequem online buchst und direkt nach der Landung nutzen kannst. Das ist besonders praktisch, wenn du nicht erst am Flughafen anstehen möchtest.
Beste Reisezeit?
Sri Lanka hat ein tropisches Klima und zwei verschiedene Monsune. Das klingt erstmal kompliziert, hat aber einen großen Vorteil: irgendwo auf der Insel findest du immer Sonne und gutes Strandwetter.
- Dezember bis März
Perfekt für die Süd- und Westküste (z. B. Galle, Mirissa, Hikkaduwa). Hier ist es trocken, sonnig und ideal für Strandurlaub oder Surfen. - Mai bis September
Die Ost- und Nordküste (z. B. Trincomalee, Arugam Bay, Jaffna) haben dann bestes Wetter. Vor allem Arugam Bay ist in dieser Zeit ein Hotspot für Surfer. - April und Oktober/November
Diese Monate gelten als Übergangszeiten. Das Wetter kann durchmischt sein, du kannst aber Glück haben und trotzdem sonnige Tage erwischen.
Die Regenzeit betrifft also nicht das ganze Land gleichzeitig, sondern immer nur eine Region. Wenn es an der Südwestküste regnet, ist die Ostküste meist trocken – und umgekehrt.
Ich selbst war im Dezember 2024 in Sri Lanka. Zu dieser Zeit war die Regenzeit eher im Nordosten, sodass die Südwestküste die perfekte Wahl war für Sonne, Strand und Surfen.
Geld abheben und Bezahlen in Sri Lanka
In Sri Lanka zahlst du im Alltag fast überall bar. Gerade Tuk-Tuks, kleine Restaurants, Märkte oder Unterkünfte außerhalb der Touristengebiete akzeptieren kein Kartenzahlungssystem. Deshalb ist es sinnvoll, immer Bargeld in Rupien dabei zu haben.
Geldautomaten (ATMs)
Es gibt in allen größeren Städten und Orten ausreichend Geldautomaten. Besonders gut sind die Automaten von Commercial Bank, Sampath Bank und Hatton National Bank (HNB). Bei diesen Banken kannst du mit internationalen Karten oft gebührenfrei oder zumindest mit sehr geringen Gebühren abheben. Manche andere Banken verlangen 3–5 € pro Abhebung. Es lohnt sich also, verschiedene ATMs auszuprobieren.
Bezahlen mit Karte
In größeren Hotels, modernen Restaurants oder bei internationalen Ketten kannst du auch mit Kreditkarte zahlen. Ansonsten ist Bargeld die Regel. Am besten kombinierst du beides: eine Kreditkarte für Notfälle oder größere Ausgaben und Bargeld für den Alltag.
Tipp: Hebe lieber größere Beträge auf einmal ab, da die Automaten häufig eine Obergrenze von etwa 30.000–40.000 Rupien pro Abhebung haben.
Transportmittel:
In Sri Lanka ist PickMe die Bekannteste – das lokale Allround-Supertool: du kannst damit Taxis, Tuk-Tuks, Kleintransporter oder sogar Trucks buchen, Lebensmittel, Pakete oder Logistikdienste bestellen – alles in einer App. Die App liefert dir Echtzeit-Tracking, zahle bar oder digital, plane im Voraus oder buche spontan.
Daneben gibt es natürlich Uber, das in größeren Städten wie Colombo verfügbar ist und meist für Fahrten in Autos genutzt wird.
Eine weitere Option ist CanGo, eine neuere All-in-One-App, mit der du Bikes, Tuk-Tuks, budgetfreundliche Autos buchen kannst.
Das Reisen durch Sri Lanka ist schon für sich ein Abenteuer. Für längere Strecken kannst du dir in der Nähe des Flughafens ein eigenes Tuk-Tuk mieten und damit das Land auf eigene Faust erkunden. Viele Reisende lieben genau diese Freiheit, weil du anhalten kannst, wann immer du magst, kleine Dörfer entdeckst und ein echtes Gefühl von Abenteuer bekommst. Für das Fahren mit einem Tuk-Tuk brauchst du allerdings einen internationalen Führerschein und oft auch eine lokale Genehmigung, die dir der Vermieter in der Regel organisiert.
Wenn du richtig lokal unterwegs sein möchtest, steig in die Busse. Die sind nicht nur extrem günstig, sondern auch ein Erlebnis. Die Fahrer haben oft ihren ganz eigenen Fahrstil – laut, bunt, schnell und mit Musik im Hintergrund. Du winkst einen Bus heran, steigst einfach an der Straße ein, und zahlst dein Ticket direkt beim Schaffner im Bus. Einen Fahrplan im klassischen Sinn gibt es kaum, die Busse fahren aber regelmäßig und verbinden selbst kleine Orte mit den größeren Städten.
Eine entspannte Alternative: Frag einfach in deiner Unterkunft nach. Fast jedes Guesthouse, Hotel oder Hostel organisiert dir eine Weiterfahrt, sei es ein privates Auto mit Fahrer, ein Zugticket oder ein Tuk-Tuk. Das ist oft unkompliziert, sicher und du musst dich nicht selbst durchfragen.
Trotzdem bleibt die beste und flexibelste Möglichkeit, Sri Lanka wirklich zu erleben, ein eigenes Tuk-Tuk zu mieten. Damit bist du völlig unabhängig, kannst anhalten, wann immer du möchtest, kleine Dörfer entdecken und das Land auf deine eigene Art erkunden. Viele Reisende schwärmen genau davon, weil es Freiheit, Abenteuer und Authentizität perfekt verbindet. Für das Fahren brauchst du lediglich einen internationalen Führerschein und meist eine lokale Genehmigung, die dir der Vermieter organisiert.
Was du beachten musst wenn du ein Tuktuk in Sri lanka mieten möchtest:
Wenn du nach einer richtig coolen Möglichkeit suchst, das Paradies zu erkunden, kann ich dir das Social Business tuktukrental.com empfehlen. Dort werden Tuk-Tuks von Locals vermietet, um deren Einkommen zu unterstützen. Für dich heißt das: du kannst entspannt durchs Land fahren, Orte entdecken, die abseits der typischen Touristenrouten liegen, und gleichzeitig eine lokale Familie unterstützen.
Ich arbeite mit ihnen zusammen und habe sogar einen kleinen Bonus für dich: Mit meinem Code JessyTUK bekommst du einen 5% Rabatt, wenn du dein Tuk-Tuk direkt über die Website www.tuktukrental.com buchst.
Ein Tuk-Tuk zu mieten ist eine der spannendsten Möglichkeiten, Sri Lanka zu entdecken. Du bist flexibel, kannst überall anhalten und erlebst das Land auf eine ganz andere Art. Aber es gibt ein paar Dinge, die du wissen solltest:
Internationaler Führerschein
Du brauchst neben deinem normalen Führerschein auch einen internationalen Führerschein. Zusätzlich musst du dir in Sri Lanka eine lokale Fahrerlaubnis für Tuk-Tuks besorgen. Viele Vermieter übernehmen das für dich, sodass du dich nicht selbst darum kümmern musst.

Einweisung und Fahrtraining:
Die meisten Vermieter geben dir vorab eine kleine Schulung. Auch wenn du schon Roller oder Motorrad fährst: Tuk-Tuk fahren ist anders. Du sitzt vorne wie im Auto, hast aber Motorradlenker und musst dich gleichzeitig an den Linksverkehr gewöhnen. Die Einweisung dauert etwa 1–2 Stunden und ist sehr hilfreich.
Kosten:
Die Preise liegen grob zwischen 10–20 € pro Tag, je nach Anbieter, Dauer und Saison. Meist bekommst du bessere Konditionen, wenn du das Tuk-Tuk direkt für mehrere Wochen mietest.
Versicherung:
Achte darauf, dass eine Versicherung im Mietpreis enthalten ist. Sie deckt meist nur Grundschäden ab, aber es ist wichtig, dass du zumindest abgesichert bist. Frag im Zweifel nach den Details.
Fahren in Sri Lanka:
Der Verkehr kann anfangs chaotisch wirken. Busse fahren oft rasant, Kühe oder Hunde laufen über die Straßen und die Regeln sind nicht immer eindeutig. Mit etwas Gewöhnung macht es aber riesig Spaß und du bist mittendrin im echten Sri Lanka.
Tanken und Wartung:
Tuk-Tuks verbrauchen wenig Benzin und du findest überall kleine Tankstellen. Manche Vermieter geben dir Tipps, wo du unterwegs am besten tanken kannst. Eine kleine Werkzeugkiste bekommst du oft mit, für alle Fälle.

Wie sicher ist Sri Lanka für Solotraveler?
Sri Lanka gilt allgemein als ein freundliches und sicheres Reiseland. Die Menschen sind sehr offen, hilfsbereit und gastfreundlich, was es gerade für Alleinreisende angenehm macht. Ich selbst war nicht die ganze Zeit alleine unterwegs, habe aber oft alleine Ausflüge gemacht und dabei keine einzige negative Erfahrung gemacht – keine unangenehmen Bemerkungen, kein unsicheres Gefühl.
Natürlich gilt auch hier, was überall auf Reisen wichtig ist: Achte auf deine Wertsachen, nimm am besten nur das Nötigste mit, und meide in der Nacht abgelegene Orte. Gerade als Frau wirst du in Sri Lanka meistens respektvoll behandelt. Viele Reisende berichten sogar, dass sie sich wohler fühlen als in manch anderen asiatischen Ländern, da die Bevölkerung sehr herzlich und neugierig ist.
Colombo/Negombo:
Da der Flughafen in Colombo liegt, genauer gesagt näher an Negombo, haben wir unsere Reise dort begonnen. Die erste Nacht verbrachten wir in einem gemütlichen Hostel, in dem der Pick-up vom Flughafen schon inklusive war. Die Lage war perfekt: nicht weit vom Flughafen entfernt und direkt in der Nähe des Tuk-Tuk-Verleihs.
Die Übernahme des Tuk-Tuks hat etwa anderthalb Stunden gedauert, inklusive Einweisung und Fahrtraining. Das fand ich super, denn auch wenn ich einen Motorradführerschein habe, ist Tuk-Tuk fahren doch etwas ganz anderes. Vor allem an den Linksverkehr muss man sich erst einmal gewöhnen.
Nach der Einweisung sind wir direkt in den Norden gestartet, über die A3 nach Thihaliya. Dort verläuft ein schmaler Streifen Land zwischen dem Puttalam Lagoon See und dem Meer. Wir haben drei Nächte dort verbracht, um in Ruhe anzukommen. Touristen gab es kaum und generell war es sehr ruhig – abgesehen von den Windrädern, die leider überall in die Landschaft gebaut wurden.
Viel unternehmen kann man in dieser Gegend nicht, außer am Strand zu entspannen oder angeln zu gehen. Da das Wetter bei uns eher durchwachsen war, haben wir die Zeit genutzt, um auszuruhen. Abends haben wir mit unserem Host noch einen Karaokeabend gestartet, ein entspannter und lustiger Start in unsere Reise.
Anuradhapura
Danach ging es über die A12 nach Anuradhapura. Dort befindet sich der Hauptstopp für alle, die die beeindruckenden Tempelanlagen besichtigen möchten.
Wir übernachteten in einem gemütlichen Guesthouse an einem schönen See, umgeben von Natur und einer ruhigen Atmosphäre. Die Tempelanlage in Anuradhapura ist in zwei Bereiche unterteilt. In den einen Teil kannst du kostenlos hinein und brauchst keinen Guide. Für den oberen Bereich wird ein Eintrittspreis verlangt, und dort sieht man ähnliche Tempel und Ruinen. Wir haben uns für die kostenlose Variante entschieden, da das Gelände ohnehin sehr weitläufig ist und es dort unglaublich viel zu entdecken gibt.
Direkt am Anfang meiner Reise habe ich eines meiner größten Highlights in Sri Lanka erlebt. Wir sind zum Mihintale-Tempel gefahren, der als Geburtsort des Buddhismus in Sri Lanka gilt. Dort angekommen, haben wir uns einen lokalen Guide genommen, um mehr über die Geschichte und Bedeutung der Anlage zu erfahren. Der Ort hatte eine ganz besondere Energie – ruhig, spirituell und mit einem atemberaubenden Blick über die Landschaft.
Mihintale und Anuradhapura
Der Tempel in Mihintale liegt auf einem Hügel und bietet eine atemberaubende Aussicht auf die Umgebung. Besonders beeindruckend war die friedliche Stimmung, die dort herrschte. In Mihintale leben nicht nur Mönche, sondern auch ein Reh, das von ihnen aufgenommen wurde. Unser Guide erzählte uns, dass dieses Tier als Symbol für Mitgefühl und die Verbundenheit mit allen Lebewesen gilt und deshalb hier ein Zuhause gefunden hat.
Da uns der Guide so gut gefallen hat, haben wir ihn direkt für den nächsten Tag wieder gebucht. Gemeinsam sind wir zu weiteren Tempelanlagen in Anuradhapura gefahren, unter anderem zur riesigen Stupa Ruwanwelisaya mit ihrer großen weißen Kuppel. Dort zeigte er uns eine Stelle, an der das Licht auf die Spitze fällt und sie plötzlich in verschiedenen Farben zu leuchten scheint. Ohne seinen Hinweis hätten wir dieses kleine Wunder wohl nie entdeckt. Rund um die Tempel gibt es außerdem viele Affen – trotzdem sollte man immer Abstand halten.
Wir haben mit ihm noch viele weitere Anlagen besucht, von denen die meisten kostenlos waren oder nur einen sehr kleinen Eintritt gekostet haben. Dank seiner Erklärungen haben wir die Tempel nicht nur besichtigt, sondern auch verstanden, welche Bedeutung sie für die Kultur und die Menschen in Sri Lanka haben.

Die Stadt Anuradhapura selbst fanden wir hingegen weniger sehenswert. Es war sehr voll, laut und ein wenig chaotisch.
Trotzdem kann ich einen Besuch in Mihintale und den Tempelanlagen in Anuradhapura sehr empfehlen, wenn man die Kultur Sri Lankas wirklich kennenlernen möchte.

Sigiriya und Pidurangala
Nach unserem Aufenthalt ging es für uns weiter nach Sigiriya, um den bekannten „Lions Rock“ zu sehen. Wir haben in einem kleinen Homestay mitten im Dschungel übernachtet und konnten dort viele Tiere beobachten, darunter Elefanten und bunte Vögel wie Tukane.
Wenn du Sigiriya besuchst, hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du steigst direkt auf den Lions Rock, auf dessen Plateau sich einst eine Palastanlage befand. Der Eintritt kostet hier rund 30 US-Dollar (etwa 28 €) pro Person. Oder du wanderst auf den gegenüberliegenden Pidurangala Rock, von dem aus du einen fantastischen Blick auf den Lions Rock hast. Diese Variante kostet nur etwa 500 LKR (ca. 1,50 €) pro Person und ist damit deutlich günstiger. Da wir den Felsen lieber von außen betrachten wollten, haben wir uns für den Aufstieg auf den Pidurangala entschieden.

Mit unserem gemieteten Roller sind wir morgens um etwa 5 Uhr losgefahren, um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen. Die Wanderung auf den Pidurangala dauert ungefähr 30 Minuten und führt über Treppen und kleine Wege durch den Dschungel. Unterwegs kommt man an einem riesigen liegenden Buddha vorbei, bevor es im letzten Abschnitt etwas anspruchsvoller wird, da man ein kurzes Stück über Felsen klettern muss. Auch ohne Wanderschuhe war der Aufstieg mit normalen Sneakern gut machbar.
Oben angekommen, wurden wir pünktlich zum Sonnenaufgang mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Der Blick auf den majestätischen Lions Rock und die weite, grüne Landschaft rundherum ist ein unvergesslicher Moment. Gegen 7 Uhr machten wir uns schließlich wieder auf den Rückweg nach unten.
Auf dem Weg in den Süden Richtung Kandy sind wir an Dambulla vorbeigefahren. Dort haben wir am Buddhist Museum angehalten, um den großen Buddha zu besichtigen. Eigentlich hatten wir auch vor, den berühmten Felsentempel zu besuchen. Ich bin den gesamten Weg nach oben gelaufen, musste dann jedoch feststellen, dass der Eingang und der Ticketverkauf sich weiter hinten befinden und man den Weg wieder komplett zurücklaufen muss. Danach war ich so erschöpft, dass ich mich schließlich abholen lassen habe.
Kandy
Kandy war für mich ein Ort, den ich nicht noch einmal besuchen würde, und davon gibt es bisher wirklich nicht viele. Es ist voll, chaotisch, laut und man hat das Gefühl, dass jeder versucht, einen übers Ohr zu hauen. Auf Dauer hat mich das ziemlich genervt.
Wir hatten zwar ein schönes Hotel oben auf einem Berg, aber den Namen möchte ich nicht nennen, da uns die Besitzer abgezogen haben. Wir wollten eigentlich nur eine Taxifahrt zum bekannten Ambuluwawa Tower buchen. Stattdessen hat uns die Besitzerin ein Taxi organisiert, das überall angehalten hat. Zuerst beim großen Buddha, dem Bahirawakanda Tempel. Danach sind wir bei einem Herbal Garden gelandet. Dort hat uns ein angeblicher Arzt, der sogar Deutsch sprach, viel über Kräuter und ihre Wirkung erzählt. Am Anfang war es noch interessant, später mussten wir aber die Produkte ausprobieren und wurden gedrängt, etwas zu kaufen und Trinkgeld zu geben. Im Nachhinein haben wir gelesen, dass es sich dabei um eine bekannte Abzocke handelt. Deshalb: Haltet euch von diesen Gärten fern.
Weiter ging es zu einer Teefabrik. Das war zwar ganz interessant, aber auch hier haben wir später erfahren, dass es meistens nur eine Show für Touristen ist. Die Maschinen werden kurz angeschaltet, aber produziert wird dort kaum noch. Danach brachte uns der Fahrer zu einer Holzwerkstatt. Dort haben wir gesehen, wie Farben aus natürlichen Materialien hergestellt werden, um Holzfiguren einzufärben. Kaufen konnte man dort natürlich auch einiges, ich habe mir ein paar Magnete mitgenommen. Anschließend ging es zu einer Edelsteinfabrik. Zuerst wurde ein Film gezeigt, wie die Steine abgebaut werden, danach wurde man direkt in den Shop geführt und sollte teuren Schmuck kaufen.
Endlich kamen wir beim Ambuluwawa Tower an. Dort mussten wir erneut zahlen, weil der Fahrer meinte, wir bräuchten ein stärkeres Tuk-Tuk, um den Berg hochzufahren. Nach etwa 1,5 Stunden hat er uns wieder abgeholt und zurückgebracht.

Am nächsten Tag wollten wir uns ausruhen und abends den berühmten Tempel Sri Dalada Maligawa anschauen. Dafür hat uns ein „Freund“ der Hotelmanagerin abgeholt. Er meinte, wir sollen seinem Freund folgen, da er uns einen Geheimtipp zeigen wollte. Am Ende wurden wir aber zu einer Tanzshow geführt, bei der wir schon die Hälfte verpasst hatten. Anschließend wurden wir auf die Bühne geholt, um Fotos zu machen – und danach wollten sie Geld dafür.
Insgesamt war Kandy für uns eine einzige Abzocke. Wir haben nichts wirklich genossen und uns eher unwohl gefühlt. Selbst bei den Zugtickets nach Ella hat uns die Hotelmanagerin abgezogen und den Preis für die erste Klasse verdreifacht.

Die berühmte Zugstrecke – Kandy nach Ella (oder Kandy nach Nuwara Eliya)
Die Eisenbahnstrecke von Kandy in Richtung Ella zählt zu den schönsten Bahnfahrten der Welt. Sie schlängelt sich durch grüne Teeplantagen, Nebelwälder, Berge, Wasserfälle und kleine Dörfer. Die Landschaft verändert sich ständig – vom hügeligen Hochland bis zu schroffen Felswänden und dichten Wäldern.
Ein paar Fakten und Tipps:
- Dauer: Die Fahrt dauert je nach Stopps und Bahntyp mehrere Stunden (häufig 5–7 Stunden, je nach Route).
- Tickets: Wer in der 1. Klasse reist, bezahlt deutlich mehr, bekommt aber bessere Sitzplätze und mehr Komfort. In Spitzenzeiten sind die besseren Klassen schnell ausgebucht.
- Buchung: Es empfiehlt sich, Zugtickets im Voraus zu buchen, besonders in der Hochsaison. Oft wird der Fahrpreis für Touristen höher angesetzt oder man wird dazu verleitet, über Agenten oder das Hotel teurer zu buchen.
- Erlebniswert: Die Aussicht, das langsame Vorbeiziehen der Landschaft und die lokale Atmosphäre machen die Fahrt zu einem der Highlights in Sri Lanka.
Wie das mit dem Tuk Tuk funktioniert, ist übrigens ganz einfach. Man bezahlt etwa 50 US-Dollar und das Tuk Tuk wird von einem Fahrer mit dem gesamten Gepäck nach Ella gebracht. Wir hatten einen AirTag im Gepäck, sodass wir jederzeit sehen konnten, wo sich der Fahrer befand. In Ella wurde das Tuk Tuk dann direkt am Bahnhof abgestellt. Wir haben dem Aufpasser dort noch ein kleines Trinkgeld gegeben und konnten anschließend ganz entspannt weiterreisen.
Ella
In Ella angekommen, sind wir in unser Homestay Ella Water Fall View gefahren, das, wie der Name schon verrät, einen traumhaften Blick auf den Wasserfall bietet.
Am nächsten Morgen sind wir sehr früh aufgestanden, um den Sonnenaufgang an der berühmten Nine Arches Bridge zu erleben. Früh am Morgen ist es dort noch angenehm ruhig, bevor später die Touristenmassen eintreffen. Wenn man ein Stück den Nine Arches Bridge Trail entlangläuft, hat man zwischen den Bäumen eine wunderschöne Aussicht auf die Brücke. Ich wollte den Zug jedoch unbedingt von unten sehen und bin deshalb auf die Seite gegangen, wo sich die Cocinita Bar befindet. Sobald man von der Brücke hinunterläuft, entdeckt man einige Teeplantagen und einen kleinen Trampelpfad. Dort kann man sich wunderbar hinstellen und auf den Zug warten, ein perfekter Spot für Fotos. Der erste Zug fährt meist gegen sieben Uhr vorbei, aber ich empfehle, vor Ort nachzufragen oder in der Unterkunft nach den genauen Uhrzeiten zu schauen.
Nach diesem magischen Moment sind wir weiter zum Little Adams Peak gefahren, um dort den Berg hinaufzuwandern. Unten am Weg gibt es einen kleinen Parkplatz, von dem aus man startet. Die Wanderung selbst ist nicht besonders anspruchsvoll, aber durch die Hitze kann sie etwas anstrengend werden. Oben angekommen wird man mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Ich bin noch ein Stück weiter zu den nächsten Bergspitzen gelaufen, während die anderen einfach den Moment und die Aussicht genossen haben.

Zum Abschluss des Tages sind wir gemeinsam im Rainbow Inn Restaurant essen gegangen, eine absolute Empfehlung. Das Essen war köstlich, die Atmosphäre gemütlich und der Blick auf die Berge hat den Tag perfekt abgerundet.
Ella ist ein Ort, an dem man spürt, wie schön das Reisen sein kann, voller Natur, Ruhe und unvergesslicher Eindrücke.

Yala Nationalpark
Der Yala Nationalpark ist der bekannteste und meistbesuchte Nationalpark in Sri Lanka. Er liegt im Südosten des Landes und ist berühmt für seine beeindruckende Tierwelt. Besonders bekannt ist er für seine Leoparden, die hier in einer der höchsten Dichten weltweit vorkommen. Aber auch Elefanten, Krokodile, Lippenbären und unzählige Vogelarten leben in diesem riesigen Schutzgebiet. Die abwechslungsreiche Landschaft mit dichten Wäldern, offenen Savannen, Seen und sogar Stränden macht den Park zu einem der faszinierendsten Orte der Insel. Wer Natur und Abenteuer liebt, sollte diesen Ort unbedingt besuchen.
Unser nächster Stopp auf der Reise war der Yala Nationalpark. Schon der Weg dorthin war ein Erlebnis für sich. Zuerst fuhren wir am beeindruckenden Ravana Ella Wasserfall vorbei und danach entlang der bekannten Elefantenstraße B035, die von Badalkumbura über Buttala bis nach Sella Kataragama führt. Diese Strecke ist berühmt dafür, dass man mit etwas Glück wilde Elefanten direkt auf der Straße sehen kann. Genau so war es bei uns. Plötzlich stand ein riesiger Elefant mitten auf der Straße und schaute uns ruhig an. Später habe ich erfahren, dass manche Busfahrer den Tieren während der Fahrt Früchte zuwerfen, die sie natürlich gerne essen. Mit unserem kleinen Tuk Tuk hatten wir großen Respekt vor ihm, denn im Vergleich zu seiner Größe kamen wir uns winzig vor.

Unterwegs sahen wir außerdem viele Pfauen, Krokodile in kleinen Tümpeln und sogar ein paar Adler. Wenn wir eine Pause brauchten, hielten wir an kleinen Restaurants, kauften ein Getränk und durften dann die Toilette benutzen.
Unsere Unterkunft war das Lake Side Cabana in Tissamaharama, eine einfache, aber wunderschöne Hütte direkt am See. Dort konnten wir viele Vögel beobachten, zum Beispiel Reiher, Eisvögel und Kormorane. Auch Wasserbüffel zogen gemächlich durch den Schlamm. Am Abend buchten wir unsere Safari für den nächsten Morgen.
Um halb fünf in der Früh klingelte der Wecker, denn wir wurden früh abgeholt. Nachdem alle Mitreisenden eingesammelt waren, ging es zum Eingang des Nationalparks. Vor dem Tor warteten schon viele Jeeps, bis der Park um sechs Uhr öffnete. Kaum waren wir drinnen, konnten wir den Sonnenaufgang über der Savanne beobachten.
Im Yala Nationalpark kann man zwischen einer halbtägigen und einer ganztägigen Safari wählen. Ich empfehle ganz klar die ganztägige Tour, weil sie entspannter ist. Bei den Halbtagestouren herrscht am Morgen oft viel Trubel, vor allem wenn jemand einen Leoparden entdeckt. Dann fahren plötzlich alle Jeeps gleichzeitig dorthin, um einen kurzen Blick auf das Tier zu erhaschen.
Wir hatten großes Glück und konnten Leoparden insgesamt fünfmal sehen. Außerdem begegneten wir vielen anderen faszinierenden Tieren, darunter Elefantenfamilien mit ihren Babys, die im Schlamm spielten, Krokodile, Lippenbären, Mungos, Sambarhirsche, Pfauen, Hasen, Wasserbüffel, Nashornvögel, Tukane, Affen, Pelikane, Schakale und Warane. Die Artenvielfalt im Park ist wirklich beeindruckend.
Gegen Mittag legten wir eine längere Pause von etwa zweieinhalb Stunden ein. Da alle sehr früh aufgestanden waren, nutzten die meisten die Zeit, um sich auszuruhen oder ein Nickerchen zu machen. Der Pausenbereich ist eingezäunt, trotzdem sieht man dort manchmal Tiere wie Leguane oder Schlangen. Das Mittagessen war im Preis enthalten und sehr lecker.
Am Nachmittag ging es entspannter weiter. Unser Fahrer fragte uns, welche Tiere wir noch sehen wollten, und hielt gezielt Ausschau danach. Die meisten wünschten sich, noch einmal Leoparden oder Elefanten zu sehen. Gegen Ende des Tages war die Stimmung im Jeep gelassen, denn der größte Wunsch war bereits erfüllt. Es war ein wunderschöner Tag voller spannender Eindrücke und unvergesslicher Momente inmitten der Natur.
Tangalle
Unser nächstes Ziel war Tangalle. Wir entschieden uns für eine Unterkunft etwas außerhalb, das Lonely Beach Resort, das direkt am Strand liegt. In Tangalle selbst kann ich besonders den Silent Beach empfehlen, ein traumhafter Ort, um den Sonnenuntergang zu genießen. Auch der Rekawa Beach ist wunderschön, vor allem in den Abendstunden. Neben der Flussmündung kann man dort Kajak fahren. Ich hatte vorher die Einheimischen gefragt, ob es gefährliche Tiere im Wasser gibt, und sie sagten nein. Als ich dann unter einer Brücke durchfuhr, sah ich plötzlich ein Krokodil. So schnell wie in diesem Moment bin ich wohl noch nie gepaddelt.

In Tangalle gibt es außerdem eine Turtle Release Station, die ich leider nicht empfehlen kann. Es waren dort sehr viele Menschen, und die Guides verlangten sofort eine Spende mit einem festgelegten Betrag. Wenn man nicht zahlen wollte, wurde man so lange gedrängt, bis man etwas gab. Einer der Männer ging dann in das Gehege mit den kleinen Schildkröten und ließ sie auf einmal frei. Leider spielten viele Kinder mit den Tieren, hielten sie fest und setzten sie wieder zurück, damit sie noch einmal laufen mussten. Als ich versuchte, etwas zu sagen, meinten die Eltern nur, das seien ja nur Schildkröten. Die Guides griffen nicht ein, und es schien völlig normal zu sein. Für mich war das ein trauriger Moment, weil es nichts mit Tierschutz zu tun hatte. Deshalb kann ich diesen Ort leider nicht empfehlen.
Tangalle selbst ist jedoch wunderschön und perfekt, um nach einer Safari zu entspannen, im Meer zu baden und einfach die Seele baumeln zu lassen.

Matara
Matara liegt an der Südküste Sri Lankas und ist ein entspannter Ort, der noch nicht ganz so touristisch ist, wie viele andere Küstenorte. Besonders bekannt ist Matara für seine langen Sandstrände, die ideal zum Surfen und Entspannen sind. Viele Surfer kommen hierher, um ihre Technik zu verbessern, da die Wellen meist gleichmäßig und perfekt für verschiedene Levels geeignet sind. Ich war hier eine Woche in einem Surfcamp und es war eine meiner schönsten Erfahrungen in Sri Lanka. Wir hatten täglich Surftheorie und praktische Sessions im Meer, was mir geholfen hat, meine Skills Tag für Tag zu verbessern. Die Umgebung habe ich in dieser Zeit kaum erkundet, aber das Meer, die Sonnenaufgänge und die entspannte Atmosphäre waren einfach traumhaft.


Mirissa Beach
Mirissa ist einer der bekanntesten Badeorte Sri Lankas und ein beliebter Stopp für viele Reisende entlang der Südküste. Der Ort hat eine wunderschöne Bucht mit türkisblauem Wasser, perfekt zum Schwimmen, Surfen oder einfach zum Sonnenbaden. Besonders gefallen hat mir der Secret Beach, ein kleiner, versteckter Strandabschnitt, an dem man wunderbar entspannen kann. Auch am Turtle Beach kann man sich eine Schnorchelausrüstung ausleihen und mit Meeresschildkröten schwimmen, was ein wirklich magisches Erlebnis für uns war.
Den Sonnenuntergang haben wir am Parrot Rock angeschaut, da der bekannte Coconut Tree Hill meist sehr überfüllt ist. Der Blick von dort auf das Meer ist atemberaubend. Ein kulinarisches Highlight war für mich das No. 1 Dewmini Roti Shop, wo es den besten Roti gibt, den ich je gegessen habe. Wir waren dort fast jeden Tag, weil das Essen so unglaublich lecker war.

Mirissa ist etwas touristischer, aber trotzdem ein wunderschöner Ort, um ein paar Tage zu entspannen, gut zu essen und die tropische Stimmung Sri Lankas zu genießen.
Weligama
Weligama ist einer der beliebtesten Surfspots an der Südküste Sri Lankas und besonders bekannt für seine langen, sanften Wellen, die perfekt für Anfänger und Fortgeschrittene sind. Leider hatten wir während unseres Aufenthalts kein Glück mit dem Wetter, denn es hat fast jeden Tag geregnet. Trotzdem war es eine schöne Zeit. Wir haben an einem Kochkurs teilgenommen und gelernt, wie man traditionelle srilankische Gerichte zubereitet. Außerdem waren wir beim Coconut Point Natural Pool, einem kleinen Naturbecken direkt am Meer, und haben die Abende meist gemütlich in unserer Unterkunft verbracht.

Am Strand gibt es eine schöne Schaukel direkt am Wasser, die ein beliebtes Fotomotiv ist. Man kann auch die berühmten Stelzenfischer beobachten, die auf ihren Holzpfählen im Meer sitzen und auf den Fang warten. Selbst wenn das Wetter nicht perfekt ist, hat Weligama eine besondere Ruhe und Gelassenheit, die den Ort sehr sympathisch macht.
Galle
Galle ist eine charmante Küstenstadt mit einer faszinierenden Geschichte. Besonders bekannt ist das historische Galle Fort, das von den Holländern im 17. Jahrhundert erbaut wurde und heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Innerhalb der alten Festungsmauern findet man kleine Boutiquen, gemütliche Cafés und wunderschöne Kolonialbauten. Ich habe mir die gesamte Anlage angeschaut und war beeindruckt von der Mischung aus Geschichte, Kultur und Meerblick. Wir waren nur auf der Durchreise, aber Galle ist definitiv einen Besuch wert – allein schon für einen Spaziergang entlang der Festungsmauern bei Sonnenuntergang.

Hikkaduwa
Hikkaduwa ist einer der bekanntesten Badeorte an der Westküste Sri Lankas und besonders beliebt für seine langen Sandstrände, das klare Wasser und das entspannte Lebensgefühl. Wir haben hier Weihnachten verbracht und die Tage direkt am Meer genossen. Täglich waren wir schwimmen, auch wenn man wegen der starken Strömung gut aufpassen muss. Das Meer ist hier wunderschön, aber nicht überall zum Baden geeignet, daher lohnt es sich, nach ruhigeren Abschnitten Ausschau zu halten.
Einmal sind wir zum Turtle Beach gefahren, wo man oft große Meeresschildkröten ganz nah im Wasser sieht. Leider mussten wir beobachten, wie viele Touristen die Tiere angefasst oder sogar hochgehoben haben. Das war für uns sehr schade, weil es den Schildkröten Stress bereitet und nichts mit respektvollem Umgang zu tun hat. Wenn man Glück hat, kann man die Tiere aber auch aus der Ferne im Meer beobachten, ohne sie zu stören.
Außerdem waren wir in verschiedenen Beach Bars, wo man bei Sonnenuntergang wunderbar entspannen kann. Ein besonderes Highlight war unsere Bootstour auf dem Rathgama Lake. Wir fuhren über das ruhige Wasser zu einem kleinen Tempel auf einer Insel, auf der nur Mönche leben. Bei Sonnenuntergang zeigten sie uns dort, wie man richtig meditiert und Atemübungen macht. Es war ein sehr friedlicher und besonderer Moment, den ich so schnell nicht vergessen werde.

Nach ein paar Tagen ging es für uns schließlich wieder zurück in Richtung Colombo, mit vielen schönen Erinnerungen an Sonne, Meer und die besondere Atmosphäre in Hikkaduwa.
Mein Fazit:
Sri Lanka war für mich etwas völlig anderes als alles, was ich zuvor in Südostasien erlebt habe. Diese Insel hat ihren ganz eigenen Rhythmus, ihren unverwechselbaren Charme und eine Tiefe, die man nur spürt, wenn man wirklich eintaucht.
Was mich an Sri Lanka so fasziniert hat, ist die unglaubliche Vielfalt auf kleinstem Raum. In nur wenigen Stunden Fahrt verändert sich alles, Landschaft, Klima, Gerüche und Stimmung. Man kann morgens beim Surfen am Strand die ersten Wellen reiten, mittags durch dichten Dschungel fahren und am Abend hoch oben im Hochland zwischen Teeplantagen sitzen und den Nebel über die Hügel ziehen sehen.
Die Natur hier ist schlicht beeindruckend. Ich habe Elefanten, Pfauen und Affen im Nationalpark gesehen, bin durch sattgrüne Reisfelder gefahren und habe an endlosen Stränden den Sonnenuntergang beobachtet. Es gibt Orte, an denen man stundenlang einfach sitzen und schauen kann, weil die Welt hier irgendwie langsamer zu drehen scheint.
Und dann dieses Essen, würzig, frisch, mit so vielen Aromen. Die Currys, das frische Obst, die Rotis, alles schmeckt nach Sonne und Leben.
Sri Lanka hat eine ganz eigene Energie. Es ist ruhiger, ursprünglicher, gleichzeitig voller Herzlichkeit und Lebensfreude. Die Menschen lächeln dich an, helfen dir, ohne etwas zurückzuerwarten, und erzählen dir mit Stolz von ihrem Land.
Für mich war Sri Lanka eine Erinnerung daran, wie schön es ist, wenn Natur, Kultur und Mensch so im Einklang sind. Eine Insel, die alles bietet, Abenteuer, Entspannung, Spiritualität und die perfekte Portion Magie.
Ich weiß jetzt schon, ich werde wiederkommen, denn Sri Lanka ist kein Ort, den man nur einmal erlebt. Es ist ein Gefühl, das bleibt.
Mein Ranking
Negombo / Colombo – 10 % Empfehlung: Nur als Zwischenstopp zu empfehlen. Die Städte haben wenig Charme, eignen sich aber gut für Ankunft oder Abreise.
Anuradhapura – 90 % Empfehlung: Wunderschöne alte Königsstadt mit beeindruckenden Tempeln und einer friedlichen Atmosphäre. Perfekt für alle, die Geschichte und Kultur lieben.
Sigiriya – 95 % Empfehlung: Der Aufstieg auf den Löwenfelsen lohnt sich absolut. Oben erwartet dich ein atemberaubender Blick über das grüne Umland. Ein echtes Highlight der Reise.
Kandy – 5 % Empfehlung: Laut, voll und etwas chaotisch. Viele Reisende erwarten mehr. Wenn man wenig Zeit hat, kann man Kandy auslassen.
Zugstrecke – 80 % Empfehlung: Eine der schönsten Zugfahrten der Welt mit Blick auf Teeplantagen, Berge und Dschungel. Unvergesslich schön und sehr empfehlenswert.
Ella – 85 % Empfehlung: Ein kleines Bergdorf mit atemberaubenden Ausblicken, Teeplantagen und entspannter Atmosphäre. Perfekt zum Runterkommen, Wandern und den berühmten Zug über die Nine Arch Bridge zu beobachten.
Yala Nationalpark – 70 % Empfehlung: Ideal für eine Safari. Mit etwas Glück sieht man Leoparden, Elefanten und viele andere Tiere in freier Wildbahn.
Tangalle – 70 % Empfehlung: Ruhige Strände und traumhafte Sonnenuntergänge. Perfekt zum Entspannen und Abschalten.
Matara – 60 % Empfehlung: Authentische Stadt mit weniger Touristen. Schön für einen kurzen Aufenthalt oder als Stopp auf dem Weg entlang der Südküste.
Mirissa – 70 % Empfehlung: Lebendiger Strandort mit vielen Restaurants direkt am Meer. Ideal zum Whale Watching und Sonnenuntergänge genießen.
Weligama – 75 % Empfehlung: Beliebter Surfspot mit entspannter Atmosphäre. Perfekt für Surfanfänger und digitale Nomaden.
Galle – 60 % Empfehlung: Koloniale Altstadt mit Cafés, Boutiquen und schöner Aussicht auf das Meer. Sehr fotogen, aber oft überlaufen.
Hikkaduwa – 70 % Empfehlung: Langer Sandstrand mit guter Mischung aus Erholung und Unterhaltung. Hier kann man direkt mit Meeresschildkröten schwimmen.








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